Die
Qualität einer Perle gliedert sich in folgende wertbestimmende
Faktoren
Der Lüster
ist abhängig von der Beschichtung mit
Perlmutt und ist das "Leben" einer Perle. Ein schönes Lüster
entsteht durch einen starken Glanz und der Reflexion auf einer dichten Oberfläche
und der feingegliederten regelmäßigen Wuchsstruktur des Perlmutts.
Niedrige Perlqualitäten sind erkennbar am stumpfen seidenmatten Glanz.
Die Oberfläche
ist mehr oder weniger mit natürlichen Unregelmäßigkeiten versehen,
sollte keine störenden Einwachsungen, Narben oder matte Flecken haben, je
glatter und gleichmäßiger die Oberfläche um so wertvoller ist
eine Perle. An qualitativ guten Perlen dürfen an den Bohrungen keine Risse
oder Ausbrüche zu erkennen sein. Kleine Erhebungen und Flecken werden als
Spots bezeichnet.;
Die Form
der Perle ist sehr selten absolut rund, daher sind diese Perlen auch entsprechend
teuer. Von "semirund" spricht man, wenn die Perle nicht ganz 100%ig
rund und nur ganz leicht abgeflacht ist. Barockperlen sind mehr oder weniger
starke tropfenförmige Perlen. Der Querschnitt einer Buttonperle entspricht
in etwa einem Oval. Aber gerade am Charme einer Barockperlkette mit einem schönen
Lüster erkennt man die Exklusivität der Natur, da Imitate immer aus
exakt runden oder symmetrisch unebenen Perlen bestehen.
Die Größe
ist ein entscheidendes Kriterium zur Preisbestimmung. Sie schwankt von 2 - 10,5
mm. Da es bei der Züchtung von Perlen über 8 mm zu hohen Ausfällen
kommt steigt der Wert dann überproportional an. Bei 9 mm Akoya Zuchtperlen
sind nur etwa 40 % für Schmuckzwecke verwendbar.
Das obige Bild zeigt Akoya-, Süßwasser- und Südseeperlen
in den Schalen der Muscheln, die zur Zucht verwendet werden. Sie
sehen deutlich, wie klein und zart die Muschel ist, in der die Akoyaperle
heranwachst. Dagegen ist die Süßwassermuschel viel robuster
und größer. Am größten ist die Südseemuschel – so
ist es nicht verwunderlich, dass in ihr Perlen bis 20mm und sogar
darüber heranwachsen können.
Die Süßwasser-Zuchtperle
Süßwasserperlen werden in Seen oder kleineren Flüssen
gezüchtet.
Im Gegensatz zu den Meerwasserperlen haben sie meist keinen eingepflanzten
Perlmuttkern.
Die Akoya-Zuchtperle
Akoyaperlen sind Meerwasserzuchtperlen. Sie
haben einen künstlichen
Kern.
Die in Japan für die Zucht verwendete Perlmuschelart heißt
mit ihrem lateinischen Namen Pinctada martensii. Die Japaner nennen
sie Akoya-Muschel. Für die hierin gezüchteten Perlen hat
sich weltweit der Ausdruck Akoya-Perlen oder Akoyas durchgesetzt.
Die Chinesen züchten im südchinesischen Meer bereits seit über
40 Jahren Salzwasserperlen guter Qualität, verkauften aber zunächst
jahrzehntelang ihre gesamte Produktion nach Japan. Erst in den letzten
15 Jahre wurde überhaupt international bekannt, dass China selbst
erfolgreich Salzwasserzuchtperlen erzeugt. Inzwischen arbeiten vielfach
chinesische und japanische Züchter zusammen. Japanische Firmen
beteiligen sich mit hohen Investitionen an chinesischen Perlfarmen
und –Manufakturen
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